BOOM Projekte Lustgarten Lehmbruck

2002 Duisburg, 2. Preis Ideenwettbewerb zur Erweiterung des Wilhelm Lehmbruck Museums Duisburg, Büro Mittig/Reinfeld; Arne Mittig, Philipp Reinfeld

Durch eine Neustrukturierung des Immanuel-Kant-Parks, in dem sich das Lehmbruck-Museum befindet, sowie die Anlage temporärer Architekturen aus Holz, sog. “Follies” als Anknüpfungspunkte zukünftiger Planungen, sollen die sich im Park befindlichen Skulpturen in einen neuen Kontext gesetzt werden. Im Zentrum des Entwurfs stand dabei die Überlegung, wie das Lehmbruck-Museum auf inhaltlicher Ebene erweitert werden könnte. Die Anlage der ersten beiden Bauabschnitte des Museums ist im Sinne der Moderne durch fließende Räume und eine starke Verbindung von Innen- und Außenraum gekennzeichnet. Diese Verschmelzung von geplantem Innenraum und “wilder” Natur ändern wir in eine Verzahnung von geplantem Innen und geplantem Außen, um dem zentralen Gedanken moderner Architektursprache einen neuen Aspekt abzugewinnen. Genauso wie wir die vorhandene Museumsarchitektur durch die Umgestaltung des Parks in einen achsialen (Barock-) Garten formal in ein den Park begrenzendes Schloss überführen, sollen auch die vorhanden Skulpturen durch diese Konfrontation in einem neuen Kontext erscheinen, um sich mit dem jetzt klar definierten öffentlichen Raum in neuer Weise auseinandersetzen zu können. Durch die differenzierte Bepflanzung wird eine verstärkte Veränderung der Gartenanlage über die Jahreszeiten erreicht. Durch eine Erweiterung und Differenzierung der Maßstäblichkeit – vom bestehenden Museum über kleinere Holzarchitekturen und die Skulpturen, bis hin zu Hecken und Blumen- versuchen wir, die optische Wahrnehmung auf breiter Ebene zu schärfen. Die Gestaltung der Kleinarchitekturen entsteht aus einem offensiven Umgang mit architektonischem Formalismus und direkten Bedeutungsebenen (anstelle einer verklausulierten, abstrakten Formensprache).


Lehmbruckmuseum ím Kantpark

Museum und Park mit neuem Wege-System

Originalzeichnungen Buntstift auf Karton, A0